Baugemeinschaften erfüllen vielerlei Ansprüche unserer Tage

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Mehr und Mehr bewahrheitet sich ein Zeitgeist, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Dieser spiegelt sich in der Frage „Wie wollen wir zusammen leben?“ wider. Dass Wohnraum in Städten knapper und teurer wird, ist längst zur bitteren Realität geworden. Wer heute eine bezahlbare Mietwohnung in einem lebhaften, innerstädtischen Viertel sucht, ist häufig dem Verzweifeln nahe. Nicht selten findet man sich in einer Gruppe von Bewerbern wieder, die um eine relativ teure Wohnung buhlt. Hat man weniger finanzielle Möglichkeiten geschweige denn Vitamin B zur Hand, scheint einem/einer unwiderruflich klar zu werden: die (Kapitalmärkte) wollen mich nicht. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels!

Hausbesetzer/ Enorm-Koop

© Göran Gnaudschun / Quelle Spiegel Online

Gerade in Zeiten von steigenden Kosten für die Bewältigung des Lebens – seien es Mieten, Strom- und Heizkosten, etc. -, die ebenso eine Verdrängung von weniger finanzkräftigen Haushalten aus ihren Wohnquartieren bedeutet (Stichwort Gentrifizierung), sind Baugemeinschaften farbenfrohe, Hoffnung versprechende Sprenkel im grauen Wohnungsmarkt. Auch wenn der Weg meist mühsam ist, steht am Ende der Reise ein Haus, in dem sich die Träume der Mitglieder und Mitgliederinnen einer Baugemeinschaft verwirklicht sehen. Es kann sich lohnen, wie folgender, informativer Link erzählt.

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/baugruppen-szene-boomt-besuch-in-potsdam-bei-23-riesen-a-1002792.html

 

Wer heute „normaler“ Mieter einer Wohnung ist, fühlt sich häufig fremd bestimmt. Da flattern in einer Regelmäßigkeit Mieterhöhungsschreiben und Ankündigen von Betriebskostensteigerungen ins Haus und man fragt sich unweigerlich, ob man nur ein Spielball der Märkte ist, der nur solange im Spiel bleiben tut, wie man den Einsatz auch bezahlen kann. Und was das für den Mensch bedeuten kann, liegt ebenso auf der Hand: Vereinsamung, Vernachlässigung und Verkümmerung seiner sozialen Rolle. Die Gier nach hohen Renditen – also einem spekulativem Geist entspringend, der keiner ist, da er sich nicht dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt -, rationalisiert den Menschen weg. Man möge meinen, dass die Kapitalmärkte, sofern sie nur auf Gewinnsucht ausgelegt sind, einer modernen Guillotine gleich kommen. Dieser lebensfernen Maschine kann Einhalt geboten werden, und insofern soll dieser Blog auch diejenigen ermutigen, es uns gleich zu tun. Unterm Strich wird man wahrhaftig sagen können, dass es sich nicht nur rechnet (konstante Mieten und in der Gemeinschaft auffangbare Nebenkosten), dass man nicht nur einen ökologisch wirksamen und kosten sparenden Hausstandard schafft, dass eine gemeinsam, in positivem Sinne erstrittene Idee nicht nur Wirklichkeit wird, nein, unterm Strich wird sich bewahrheiten, dass es den Menschen in seiner Gänze ausfüllen tut. Und wir sind viele und werden immer mehr!

 

„Nicht fehlt es am Einwand gegen das was hilft / So leben wir im Gruselkabinett der Ängste / Doch leichter ist‘s, dies auszuhalten / Als was uns bringt das dunkle Unbekannte / Nicht die Probleme sind’s, die uns belasten / Sondern sie aufzulösen ist die Mühe / So irren wir umher und üben guten Vorsatz statt zu handeln – verfehlen die Tat / Das Feld bleibt Jungfrau ohne Saat – wir leiden / Wir leben und wir sterben wie die Alten / Tun schuldlos uns an ihre Sünden halten / Doch wer sich nimmt und ganz sich nimmt , der stellt sich auf den Platz, der ihm gebührt!“

 

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