Schildbürgerstreich in der Neuen Mitte: Einwendungen gegen B-Plan bis Montag, den 17. Februar

von am    Kommentare: keine

Bis einschließlich Montag den 17. Februar 2014 können Einwendungen bei der BSU auch per Mail geltend gemacht werden LP3@bsu.hamburg.de

Adresse: BSU, Neuenfelder Str. 19, 21109 Hamburg

eigene Adresse nicht vergessen!

Lärm- und Verschattungsgutachten findet man hier

Einwendungen z. B. gegen den Lärm von Quietschkurve und nächtlichem Güterverkehr

ICE auf der Quietschkurwe

 

Schildbürgerstreich in Altona

18 Baugemeinschaften des Netzwerks autofreie Mitte Altona wollten ohne Autolärm zu einem ruhigen Quartier mit hoher Lebensqualität beitragen. Synergien sollten sich zusammen mit anderen autofreien Nutzungen zwischen drei nebeneinander liegenden Baublöcken ergeben.

 

Es gleicht einem Schildbürgerstreich, die Baugemeinschaften einerseits auseinanderzureißen und andererseits in den Norden, an die lauteste Stelle im ganzen Quartier, zu verbannen. Der Ausschnitt aus dem Lärmgutachten belegt, dass der Lärm der Güterzüge nachts die Schwelle des Grenzwerts von 60 Dezibel für gesundheitsgefährdenden Lärm in Wohngebieten überschreitet.

Lärmgutachten

Die lilafarbenen Bereiche liegen über dem zulässigen Grenzwert

Die Stadt traut sich nicht, Lärmmessungen durchzuführen und versteckt sich hinter juristischen Spitzfindigkeiten. „Es reiche aus, den Lärm nur vorherzusagen“, so Oberbaudirektor Walter. Wenn die Vorhersagen genauso zuverlässig sind wie die des Wetters in Hamburg, dann „Gute Nacht.“ Sicher aber keine ruhige Nacht.

 

Als ob es damit nicht schon genug wäre, bürdet die Stadt den zukünftigen Bewohnern auch noch die Kosten für den passiven Schallschutz auf. Vielleicht ein Bauplatz für Till Eulenspiegels Schildbürger: ohne Fenster würde der Schallschutz sicher gelingen. Vielleicht bekommen wir von den Investoren nicht nur Ohrstöpsel spendiert, sondern auch Eimer für das Licht. Im südlichen Baugemeinschaftsblock zeigt ein Blick auf die Verschattungsstudie, dass selbst mit Fenstern, der Verschattung durch zu enge und hohe Bebauung nicht beizukommen ist.

 

Die von den Investoren gemessenen Kontaminierung des Erdreichs werden mit Hinweis auf juristische Ansprüche auch nicht veröffentlicht. Das stinkt doch zum Himmel! Ist das die Belohnung für die Mitarbeit im Beteiligungsverfahren?

Kategorie: Blog  •  Neue Mitte Altona  •  Stadtentwicklung